Symptome eines Burnout – Beratung auch Online!

Symptome eines Burnout

Aus Depression und körperlicher Erschöpfung zurück in Deine volle Kraft!

VOLKER LESCH

Dipl.-Soz.päd. (FH)

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Auf dieser Seite …

… findest Du eine Zusammenfassung der wichtigsten Symptome des Burnout.

Als komplexer, miteinander verschränkter Organismus, bei dem im Falle vollkommener Gesundheit Milliarden von Zellen im Gleichgewicht ihren Dienst verrichten, reagiert dieser auch in ganz individueller Weise auf Belastungen. Und zwar …

  • körperlich,
  • emotional,
  • kognitiv,
  • psychisch und
  • verhaltensbezogen.

Systemkomplex mit vielen Gesichtern

Alles beginnt mit: „Was hab ich bloß?“ – Die Kraft ist plötzlich weg – wo doch ausgerechnet die Arbeit, aber auch das Reisen, der wöchentliche Workout und die Familienausflüge so viel Spass gemacht haben.

Der Kopf tut weh, die Partnerin mokiert sich über Deinen Alkoholkonsum, der Rücken schmerzt. Du hast Dich zurückgezogen und das Gedankenkarussell fährt Höchstgeschwindigkeit.

Du sitzt am Notebook oder starrst in Dein Smartphone und gibst immer wieder „Burnout Symptome“ – „Symptome Burnout“ oder „Burnout Hilfe“ ein.

Burnout ist mehr als nur vorübergehende Erschöpfung oder Stress. Es ist ein Zustand, der tief in den körperlichen, emotionalen und kognitiven Bereich eingreift und langfristige Auswirkungen auf Deine Gesundheit und Lebensqualität haben kann.

Früherkennung und präventive Maßnahmen sind entscheidend, um Burnout zu vermeiden oder frühzeitig zu behandeln. Wenn Du eines oder mehrere der unten angeführten Symptome bei dir selbst oder bei jemandem aus deinem Umfeld bemerkst, ist es wichtig, rechtzeitig Hilfe zu suchen – sei es durch psychologische und beratende Unterstützung, Veränderung der Arbeitsumstände oder auch eine medizinische Untersuchung.

Jedes Symptom ist die Reaktion von Körper oder Geist und Seele auf einen Reiz. Woraus man den direkten Schluß ableiten kann, dass dies niemals ein „Fehler“ in Deinem System sein kann. So begegnet der Körper dem Eindringen von Viren, Bakterien oder Pilzen mit einer Entzündung. Mit einer Gewebswucherung (Kallusbildung) wachsen Knochen wieder zusammen. Suchtverhalten zeigt Dir, dass Du Abstand von unterträglichen Situationen gewinnen möchtest.

Wenn wir uns wochen- und monatelang überfordert haben, dann reagiert – einfach ausgedrückt – unser System mit dem Versuch einer Anpassung.

Alle Symptome eines Burnout können sich schleichend entwickeln und sind oft erst im fortgeschrittenen Stadium deutlich erkennbar.

Emotionale Symptome

  • Gefühl der Überforderung: Eine der häufigsten Wahrnehmungen bei Burnout ist das Gefühl, dass die Anforderungen des Lebens oder der Arbeit nicht mehr bewältigt werden können. Diese permanente Überlastung führt zu einem Gefühl der Hilflosigkeit.
  • Emotionale Erschöpfung: Burnout geht oft mit einem tiefen Gefühl der Erschöpfung einher, das nicht durch Schlaf oder Ruhe behoben werden kann. Es ist, als ob die eigenen emotionalen Ressourcen vollständig aufgebraucht sind.
  • Gefühl der Entfremdung oder Isolation: Menschen mit Burnout fühlen sich häufig von anderen entfremdet, was zu einer sozialen Isolation führen kann. Sie haben das Gefühl, dass niemand ihre Belastung versteht oder dass sie niemandem mehr vertrauen können.
  • Pessimismus und Hoffnungslosigkeit: Ein weiteres typisches Symptom ist eine zunehmend negative Sichtweise auf das Leben und die eigene Zukunft. Alles erscheint sinnlos oder unerreichbar.
  • Geringes Selbstwertgefühl: Die betroffenen Personen haben oft das Gefühl, dass sie nicht genug leisten oder wertvoll sind. Sie ziehen sich innerlich zurück und verlieren das Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Kognitive Symptome

  • Konzentrationsstörungen: Menschen, die an Burnout leiden, haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und Entscheidungen zu treffen. Sie können ihre Gedanken nicht klar ordnen und haben oft das Gefühl, „den Faden zu verlieren“.
  • Gedächtnisprobleme: In vielen Fällen kommt es zu Kurzzeitgedächtnisstörungen. Betroffene haben Schwierigkeiten, sich an Details zu erinnern oder neue Informationen zu speichern.
  • Entscheidungsunfähigkeit: Aufgrund der geistigen Erschöpfung fällt es Betroffenen schwer, selbst kleine Entscheidungen zu treffen. Das Gefühl, ständig „überfordert“ zu sein, verstärkt diese Unfähigkeit.
  • Verlangsamtes Denken: Burnout kann zu einer veränderten Wahrnehmung der eigenen Denkleistung führen. Gedanken erscheinen langsamer, und es fällt schwer, Probleme zu lösen oder kreativ zu sein.

Körperliche Symptome

  • Chronische Müdigkeit: Eine der Hauptklagen von Menschen mit Burnout ist die anhaltende körperliche Erschöpfung. Diese Müdigkeit lässt sich weder durch Schlaf noch durch Erholung lindern. Es ist ein Zustand tiefen körperlichen und geistigen „Ausgebranntseins“.
  • Schlafstörungen: Betroffene haben oft Schlafprobleme – entweder können sie nicht einschlafen oder wachen mitten in der Nacht auf und können nicht wieder einschlafen. Auch die Schlafqualität ist oft vermindert, was die Erholung erschwert.
  • Kopfschmerzen und Migräne: Spannungskopfschmerzen und Migräne sind bei Burnout häufig. Sie entstehen oft durch die anhaltende Belastung und die muskulären Verspannungen, die mit Stress und Erschöpfung einhergehen.
  • Muskel- und Gelenkschmerzen: Häufig treten auch muskelverspannungen, insbesondere im Nacken- und Schulterbereich, sowie allgemeine Gelenk- oder Rückenschmerzen auf, die durch den dauerhaften Stress bedingt sind.
  • Verdauungsprobleme: Stress und Burnout können die Verdauung beeinträchtigen und zu Symptomen wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall führen.
  • Kardiovaskuläre Beschwerden: Ein anhaltend hoher Stresspegel kann das Risiko für Bluthochdruck, Herzrasen oder andere kardiovaskuläre Probleme erhöhen.
  • Erhöhte Infektanfälligkeit: Da Burnout das Immunsystem schwächen kann, sind Betroffene anfälliger für Erkältungen, Grippe und andere Infektionen.

Verhaltensbezogene Symptome

  • Zunehmende Zynismus und Entfremdung: Menschen mit Burnout entwickeln oft eine zunehmend zynische Haltung gegenüber ihrer Arbeit, ihren Kollegen oder auch der Gesellschaft. Sie fühlen sich von allem entfremdet und verlieren das Interesse an Dingen, die sie früher einmal motiviert haben.
  • Fehlende Motivation und Lust: Die Freude an der Arbeit oder anderen Aktivitäten geht verloren. Betroffene sind häufig apathisch und tun nur das Nötigste, ohne Engagement oder Begeisterung.
  • Geringe Leistungsfähigkeit: Burnout führt oft zu einer drastischen Verringerung der Produktivität. Betroffene haben das Gefühl, ihre Arbeit nicht mehr effektiv oder in gewohnter Qualität erledigen zu können.
  • Vermehrte Fehler und Unkonzentriertheit: Aufgrund der mangelnden Energie und Konzentration schleichen sich vermehrt Fehler in die Arbeit ein. Der Fehlerteufel scheint ständig anwesend zu sein.
  • Selbstverleugnung und Überarbeitung: Manche Menschen versuchen, ihre Erschöpfung zu ignorieren und arbeiten weiter, obwohl sie wissen, dass sie eigentlich eine Pause brauchen. Sie neigen dazu, ihre Bedürfnisse zu unterdrücken, was die Symptome weiter verstärken kann.

Verändertes Sozialverhalten

  • Rückzug und Isolation: Viele Menschen mit Burnout ziehen sich von sozialen Aktivitäten und Freunden zurück. Sie haben das Gefühl, dass sie niemandem zur Last fallen möchten oder dass niemand ihr Leiden verstehen kann.
  • Geringere Empathie: Aufgrund der emotionalen Erschöpfung kann es zu einem Verlust an Empathie und Mitgefühl kommen. Menschen mit Burnout reagieren oft kälter und ungeduldiger auf andere.
  • Konflikte und Reizbarkeit: Es kommt zu vermehrten Reizbarkeit und Konflikten im privaten und beruflichen Umfeld. Kleine Dinge können zu großen Auseinandersetzungen führen, weil die Geduld und die Fähigkeit zur emotionalen Regulierung stark vermindert sind.

Langfristige Auswirkungen

  • Wenn Burnout unbehandelt bleibt, kann es zu schwerwiegenden langfristigen gesundheitlichen Folgen führen. Dazu gehören:
  • Chronische Depressionen und Angststörungen.
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), insbesondere bei Menschen, die durch Traumatisierung oder Missbrauch in ihrer Kindheit oder im Arbeitsumfeld stark belastet wurden.
  • Suchtprobleme, da manche Betroffene versuchen, ihre Erschöpfung mit Drogen, Alkohol oder anderen Suchtmitteln zu betäuben.
  • Langfristige körperliche Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Schmerzsyndrome oder Autoimmunerkrankungen.

Mittlerweile definiert man sechs Modelle mit unterschiedlichen oder gleichlautenden Phasen. Das 12-Phasen Modell von Herbert Freudenberger gilt als das bekannteste und beschreibt im Uhrzeigersinn den typischen Weg eines antriebsstarken, begeisterten Hochleistungsperformers ins seelische und körperliche Armageddon.

Die meisten Modelle haben eines gemeinsam. Es geht um den Job. Burnout gibt es aber auch bei der Pflege der kranken Schwiegermutter, bei alleinerziehenden Müttern, ganz, ganz still bei einsamen Menschen. Bei kreativen Komponisten und Musikern und sogar im professionellen Hochleistungssport. Denken wir dabei nur an den Skispringer Sven Hannawald.

Alle zusammen haben am Anfang in etwa den gleichen Verlauf.

  • Hoher Idealismus
  • Hoher geistiger und körperlicher Einsatz
  • Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse
  • Vermeidung von Konflikten

Genau in dieser Zeit rotieren immer wieder die gleichen Fragen vor dem geistigen Auge.

  • „Was mach ich hier auf dieser Welt?
  • „Was mach ich überhaupt?“
  • „Bin ich wirklich glücklich?“
  • „Bin ich an der richtigen Position im Leben?“. Hier ist nicht die Stellung in der Firma gemeint.

In dieser Zeit startet das Leben noch ein vergleichsweise leichtes Frage- und Antwortspiel, es versucht, korrigierend einzugreifen. Ein vorgeschlagener Umzug, ein kleiner Unfall, sich häufende Verletzungen, kleine materielle Verluste, Schulden, vielleicht eine Trennung.

Danach erfolgt normalerweise eine Abstumpfung, man gerät in eine Trift, deren Dynamik nicht mehr so ohne weiteres zu steuern ist.

Zusammengefasst gesagt, bedeutet das alles Stress. Und so gibt man dem Symptom Stress nun die volle Aufmerksamkeit. Und was die volle Aufmerksamkeit genießt, wird groß, mächtig und stark.

Zusammengefasst noch einmal die wichtigsten Symptome:

  • Unfähigkeit, sich zu erholen
  • Konzentrationsstörungen
  • Erschöpfung
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Versagensängste, Desinteresse
  • Ängste und Depressionen.
  • Herz- Kreislaufprobleme,
  • Herzrasen
  • Schlaflosigkeit
  • Blutdruckschwankungen
  • Magen-Darmstörungen
  • Verspannungen
  • Hals-, Kopf-, Gelenk- und Sehnenschmerzen
  • Infekte und Tinnitus

Es braucht an dieser Stelle keine weiteren Ausführungen. Das Internet ist voll von Informationen, die gebetsmühlenartig gelesen werden. Als wolle man sich den Burnout immer wieder bestätigen.

Ich hab´s genauso gemacht.

Ab diesem Zeitpunkt hast Du nur noch ein Ziel. Die Symptome müssen weg.

Tipp

Die Symptome müssen weg! Ja. Doch manchmal funktionieren ein paar Sachen nicht und Du bist frustriert.

Strategie – Nahrungsergänzungsmittel

Vermutlich liest Du irgendwann etwas über Supplements, die dem Körper und der Seele wieder auf die Sprünge helfen. Manchmal stellst Du aber gar keine Wirkung fest. Bedenke bitte, dass Deinem Körper durch den Burnout auch Enzyme fehlen, um Nahrungsergänzungsmittel zu verarbeiten.

Strategie – Sport und Ausdauer

Ist super – Mit einem gesunden Körper, im Burnout nicht. Du kannst eine Zeitlang an die Belastungsgrenze gehen, die Erholungsphasen sind kurz. Bedenke bitte, dass jede Art von Höchstleistung Stress im System verursacht. Moderat ja, Auf Leistung – NEIN!

Strategie – Zurück in den Alltag – es muss gehen …

Immer wieder gibt es Phasen, in denen Du morgens aufwachst und Dich großartig fühlst. Gelegenheit, sofort sein altes Pensum wieder aufzunehmen. Bedenke bitte, dass der Körper immer wieder versucht, zu überleben. Er wird versuchen, alle Reserven mobilisieren. Man weiß mittlerweile, dass man seine Speicher zu 75 Prozent leerfahren kann. Bitte keine Überforderung.

Schieb das alles bitte nicht auf die lange Bank

Ich spreche aus eigener Erfahrung und habe ein paar Jahre lang keine Hilfe in Anspruch genommen.

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